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                 BEDROHTE ARTENVIELFALT

Der Trauerschnäpper – ein Klimaverlierer: Wenn der Trauerschnäpper aus seinem Überwinterungsgebiet in Afrika wieder nach NRW zurückkehrte, dienten Insekten den frisch geschlüpften Trauerschnäppern, die das Nest noch nicht verlassen konnten, als Nahrung. Doch durch die Klimaerwärmung wurden auch der Schlüpfbeginn und die Entwicklung dieser Insekten nach vorne verlagert, so dass sie für die Vögel nicht mehr als Beute zur Verfügung stehen. Seit 2003 zeigt der Trauer- schnäpper daher einen Rückgang um ca. 25 %. Ebenfalls bedrohen Eingewanderte Tierarten wie der amerikanische Ochsenfrosch, der hier lebende Amphibien verdrängt, die heimische Fauna.

 

 

 

 

 

COP23

WAS IST DIE COP?

Du kennst COP bisher nur als englische Abkürzung für Polizist und COP 23 klingt für Dich wie eine geheime Polizeimission? Keine Sorge – in diesem Artikel erfährst Du, was es mit der COP – der Weltklimakonferenz – auf sich hat.

COP ist die Abkürzung für „Conference of the Parties“. Dabei handelt es sich um eine jährlich stattfindende Konferenz der Vereinten Nationen (UN), bei der um konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz gerungen wird. Weitere Bezeichnungen dieser Konferenz sind UN-Klimakonferenz oder einfach nur Klimagipfel. In diesem Jahr findet die COP zum 23. Mal statt und zwar in Bonn. Daher wird sie auch „COP 23“ genannt.

196 Staaten kommen zusammen

Bei der COP kommen Vertreter*innen der 196 Staaten zusammen, die die UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel (United Nations Framework Convention on Climate Change, kurz: UNFCCC) unterzeichnet haben.

Diese Rahmenkonvention ist ein internationales Umweltabkommen mit dem Ziel, eine menschengemachte Störung des Klimasystems der Erde zu verhindern, die globale Erwärmung zu verlangsamen und ihre Folgen zu mildern. 1992 wurde sie in New York verabschiedet und im selben Jahr auf dem ersten Umweltgipfel der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro von den teilnehmenden Staaten unterschrieben.

 

 

Das Grab für Glyphosat ist bereits geschaufelt – keine Mehrheit für Neuzulassung unter EU-Regierungen.

Die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten und der EU-Kommission haben gestern eine Entscheidung über die Neuzulassung von Glyphosat im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel vertagt.

Eine Abstimmung über die Verlängerung der Zulassung für 10 Jahre blieb ohne Mehrheit. Die Bundesregierung enthielt sich. Das Europaparlament hatte sich bereits am Dienstag darauf geeinigt, dass die Zulassung für Glyphosat bis 2022 auslaufen soll. Zur gestrigen Abstimmung im Ständigen Ausschuss sagt der stellv. Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament, Martin Häusling:

 „Das Grab für Glyphosat ist bereits geschaufelt. Jetzt muss es um das Datum für die Beerdigung des Herbizids gehen. Es gibt in Europa keine

Mehrheit für die ursprünglich geplante Neuzulassung für 10 Jahre. Dass es jetzt um ein Auslaufen von Glyphosat und nicht um eine Neuzulassung geht, ist ein großer Erfolg der Umweltbewegung. Über eine Million Europäerinnen und Europäer hatten eine Bürgerinitiative gegen Glyphosat unterzeichnet. Das ist ein Triumph der Zivilgesellschaft über die Agrarlobby um Monsanto.

 Es ist ein Trauerspiel, dass sich die Bundesregierung als Zünglein an der Waage nicht positioniert. Wenn die Bundesregierung ihrer

Verantwortung für Gesundheit und Umwelt nachkommen will, muss sie für ein schnelles Ende von Glyphosat stimmen. Jedes weitere Jahr, in dem Glyphosat auf unseren Felder eingesetzt wird, schadet Mensch und Umwelt. Nur eine glyphosatfreie Landwirtschaft kann im Einklang mit

menschlicher Gesundheit und Schutz der Umwelt funktionieren.“

Wie die deutschen Abgeordneten gestern im EU-Parlament über das Auslaufen der Glyphosat-Zulassung in den nächsten 5 Jahren abgestimmt

haben, kann man hier nachlesen:

https://twitter.com/Gruene_Europa/status/922841280773844992

 

 

Viele Grüße
Martin Häusling

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Europabüro

Martin Häusling, MdEP Mitglied des Europäischen Parlaments

Koordinator für die Grünen/EFA im Agrarausschuss (AGRI), Mitglied des Umweltausschuss (ENVI)

Kaiser-Friedrich-Ring 77 – 65185 Wiesbaden (9:00 – 15:00 Uhr)

tel. 0611 – 98920-30, fax -33, info(at)martin-haeusling.de, www.martin-haeusling.eu

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